Startseite Kontakt Impressum / Datenschutz
Aktuelles
 

Hochschule für Musik und Theater Hamburg

Der verlorene Vater
Ein philosophisches Musikdrama nach Fjodor M. Dostojewskij: Der Großinquisitor

Komposition: Benjamin Helmer
Libretto: Jari Niesner


"Es ist an mir, mich zu erschießen, weil der Angelpunkt des Selbstwillens darin besteht - sich selber zu töten."
Kirillow aus Dostojewskij: Böse Geister (1873, aus dem Russischen: Swetlana Geier)

Die mikrotonale Kammeroper "Der verlorene Vater" übersetzt das berühmte Kapitel aus "Die Brüder Karamasow" (1880) ins Heute. Im Zentrum steht nicht mehr Jesus, der zur Zeit der spanischen Inquisition zurückkehrt und als Ketzer verbrannt werden soll, sondern der Generationenkonflikt als tiefer liegender psychischer Mechanismus. Mit Blick auf die politischen Entwicklungen des vergangenen Jahrzehnts ist dies aktueller denn je. 

In unserer Bearbeitung verwandelt sich Jesus in den Vater einer vierköpfigen Familie. Als der ältere Sohn Kaspar erfährt, dass sein Vater, der Musiker ist, einen lukrativen Vertrag mit einem Label abgelehnt hat, ist er zutiefst empört und verärgert. Nachdem die Mutter den Vater aus Sehnsucht nach einem anderen Leben schließlich verlässt und im Frust über des Vaters einfaches und scheinbar gleichgültiges Existieren, rutscht Kaspar ins Drogenmilieu ab - und suizidiert sich. Als der Vater seinen jüngeren und nun einzigen Sohn Max nach 25 Jahren Trennung besuchen will, trifft er auf großen Widerstand. Der Vater wird für die tragischen Ereignisse allein schuldig gesprochen.

 

Premiere:
 6. Oktober 2021 um 19:00 Uhr

Weitere Termine:
 7. und 8. Oktober um 19:00 Uhr

Die Vorstellungen finden im Forum der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, Harvestehuder Weg 12, statt.

Im Anschluss an die Vorstellung am 7. Oktober findet ein Publikumsgespräch mit Prof. Dr. med. Reinhard Lindner (Nationales Suizidpräventionsprogramm) und Pastor Michael Brems (Koordinierungsstelle für Krankenhausseelsorge) zum Thema "Suizid" statt. Die Moderation übernimmt Elise Schobeß.

Weitere Informationen - auch zum Vorverkauf:
www.hfmt-hamburg.de